Laura Siegemund mischt Wimbledon weiter auf. Bereits vor dem Viertelfinale hat sich das prestigeträchtige Tennisturnier für die Deutsche bezahlt gemacht.
London – „Ich möchte nicht zu euphorisch werden, das kann ich nach dem Turnier. Momentan habe ich das Gefühl, ich habe noch einen Job zu erledigen“, will Laura Siegemund nach dem Achtelfinalsieg über Solana Sierra nicht den Fokus verlieren. Die 37-Jährige hat in Wimbledon offenbar noch Großes vor.
Die denkbar schwierigste Aufgabe steht ihr am Dienstag, 8. Juli ab 14:30 Uhr, gegen Aryna Sabalenka bevor. Die Belarusin hatte im Achtelfinale die Belgierin Elise Mertens geschlagen. Das Viertelfinale gegen die Nummer 1 der Welt kann für Siegemund als eine Art Bonusspiel angesehen werden.
Halbfinaleinzug in Wimbledon würde Laura Siegemund hohe sechsstellige Summe bringen
Mit dem Einzug in die Runde der letzten Acht hat sich Siegemund bereits 400.000 Pfund (etwa 463.000 Euro) erspielt. Zudem wird die bisherige Nummer 104 der Welt um rund 50 Plätze im WTA-Ranking klettern. Sollte Siegemund auch die Ranglistenerste bezwingen, winken sogar rund 900.000 Euro.
Der in dieser Form nicht zu erwartende sportliche und damit verbundene monetäre Erfolg lässt die routinierte Filderstädterin offenbar gelassen in das Duell mit Sabalenka reingehen: „Ich habe absolut gar nichts zu verlieren. Natürlich ist sie eine der schwierigsten Gegnerinnen, die man auf der Tour haben kann.“

Volle Konzentration auf das Viertelfinale im Einzel in Wimbledon
Siegemund wird ihr bis dato größtes Wimbledon-Match spielen. Die Augen von 15.000 Zuschauern sowie Millionen von Interessierten vor den Fernsehbildschirmen werden auf das Geschehen auf dem Center Court gerichtet sein. Es ist Siegemunds zweites Grand-Slam-Viertelfinale im Einzel. Zuvor war sie 2020 bei den French Open unter die letzten Acht gekommen. Eine Halbfinalteilnahme im Einzel bei einem Grand Slam wäre für Siegemund allerdings eine Premiere.
Sie ist die letzte deutsche Teilnehmerin im Einzel. Siegemund hätte zudem ein Achtelfinale im Doppel spielen können, zog aber mit der Brasilianerin Beatriz Haddad Maia zurück, weil sie sich auf ihren Einzel-Wettbewerb konzentrieren will. Bereits vor dem Prestigeturnier in London hatte Siegemund aus Belastungsgründen auf eine Teilnahme im Mixed verzichtet. (pp)


